Sandra Altherr

Monatslied

Texte: Caroline Marti

So klingt das Monatslied
«Wer singt, betet doppelt» sagte bereits der alte Kirchenvater Augustinus – und Luther pflichtete ihm bei.

Monatslied Januar 2026
Herr der Stunden, Herr der Tage RG 553
Der gebürtige Berner Schriftsteller und Lyriker Hermann Hiltbrunner schrieb im Jahr 1945 den Text «Herr der Stunden, Herr der Tage». Europa war gezeichnet vom 2. Weltkrieg. Aus dem Leid der Gegenwart schaut der Dichter in die Zukunft. Mit jeder Strophe öffnet er die Sicht weiter von den Stunden über die Tage, die Jahre bis in alle Zeiten.
Die Melodie des Schweizer Komponisten Albert Moeschinger bewegt sich sehr linear, der Rhythmus weist einzig zwei Notenwerte auf. Die regelmässige Bewegung der Viertel kann im ersten Vers als Ticken der Uhr verstanden werden, im weiteren Verlauf aber auch als Schreiten, ein Weitergehen in die Zukunft. Ein Stehenbleiben gibt es nur «in deiner (Gottes) Hand» und auf dem «festen Land», auf «aller Ziele Ziel» und auf «Herr der Welt».
Sowohl Text als auch Melodie können uns Mut machen weiter zu gehen – ins neue Jahr, in dieser Welt.

Monatslied Dezember 2025
Wie soll ich dich empfangen RG 367
Ein Adventslied für den Monat Dezember. Nur ein Adventslied? Klar ist, dass es im Text von Paul Gerhardt um eine Ankunft geht, die Ankunft Jesu als Erlöser, als kleines Kind. Ebenso deutlich wird in der zweiten Strophe, dass es um die Ankunft Jesu am Palmsonntag in Jerusalem geht. «Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin.» In der ersten Strophe findet sich der Bezug zum Gleichnis der klugen und törichten Jungfrauen, wenn es heisst: «O Jesu, Jesu, zünde mir selbst die Fackel an.»
Die Melodie des Kirchenmusikers, Philosophen und Theologen Melchior Teschner war ursprünglich mit dem Buss- und Sterbelied «Valet will ich dir geben» verbunden. Mit ihrem grossen Tonumfang stellt sie hohe Anforderungen an Sängerinnen und Sänger. Diese grosse Spanne wird bereits im Aufstieg während der zwei ersten Takte erreicht. Im zweiten Teil bewegt sich die Melodie abschnittweise zurück zum Grundton, was eine starke Entspannung spüren lässt.

Monatslied November 2025
Ja, ich will euch tragen RG 746
Ein Gedicht von Jochen Klepper begleitet uns durch den November mit den kürzer werdenden Tagen, Nebel und Stürmen. Auch das Leben des deutschen Theologen, Journalisten und Schriftstellers war geprägt von Stürmen. Klepper vermählte sich 1931 mit der jüdischen Witwe Johanna Stein, welche zwei Töchter mit in die Ehe brachte. Dies wurde von seiner Familie nicht akzeptiert. Nach einem Jahr Einsatz in der Wehrmacht wurde er wegen seiner jüdischen Ehefrau aus der Wehrmacht entlassen, die Ehe sollte zwangsweise geschieden, Frau und Töchter deportiert werden. Im Dezember 1942 entschied sich die Familie, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden.
Das Gedicht mit Zitaten aus Psalmen und dem Buch Jesaja schrieb Klepper vier Jahre davor. Durch alle sieben Verse zieht sich die Zusage von Gott, dass er seinem Volk immer nahe sein will, dass er Menschen, die ihm vertrauen, tragen will, jetzt und ewig.
Die schlichte Melodie und den Satz schrieb Samuel Rothenberg, ebenfalls Theologe und Komponist.

Monatslied Oktober 2025
Höchster, allmächtiger und guter Herr RUP 108
Dem Sonnengesang des Franz von Assisi begegnen wir in verschiedenen Liedern. Alleine im reformierten Gesangbuch gibt es drei davon: «Gottes Geschöpfe, kommt zu Hauf», «Herr, dich loben die Geschöpfe» und «Laudato si» auf einer mündlich überlieferten Melodie. Im rise up plus sind es deren zwei: «Laudato si» auf einer Melodie unbekannter Herkunft und unser Monatslied.
Überraschen mögen Herkunft und Geschichte der Melodie. Geschrieben hat sie der italienische Filmkomponist Riz (Riziero) Ortolani. Unter anderen schrieb er den Soundtrack zum Film «Old Shatterhand».
Die Melodie unseres Monatsliedes ist dem Film «Fratello sole, sorella luna» entnommen. Die Hauptfigur Francesco kehrt krank aus dem Krieg zurück. In seinen Fieberträumen plagen ihn Gewissensbisse wegen seines bisherigen Lebensstils. Nach seiner Genesung hält er sich tagelang in der Natur auf, versinkt in Gedanken über den Sinn des Lebens und beschliesst, dem Reichtum den Rücken zu kehren und sein Leben in Armut zu verbringen.
Die Geschichte entstand in Anlehnung an das Leben des Franz von Assisi. Wunderbare Aufnahmen zeigen die Schönheit der Natur. Die Musik verleiht dem Film eine berührende Melancholie.
Wie der Sonnengesang, so ist auch das Lied im Film ein Lob auf Gott, der das Universum erschaffen hat.
Im ImPuls-Gottesdienst vom 2. November, 17 Uhr, wird die Originalfassung des Liedes gesungen. Thema: Psalm 18, 19–20: «Der Herr wurde mein Halt. Er führte mich hinaus ins Weite.»

Monatslied September 2025
Masithi Amen RUP 124
Im östlichen Teil der südafrikanischen Provinz Eastern Cape liegt die Transkei, eine Region mit grossen Flächen unberührter Natur und den traditionellen Xhosa-Dörfern. In dieser Gegend lebte Stephen Cuthbert Molefe (1917–1987). Als Musiker und Chorleiter bot er Kompositionsworkshops an. Seine Lieder notierte er nicht in unserer heute bekannten Notenschrift, sondern in «Tonic sol-fa», einer Form der Solmisation wie das «dor re mi».
Von ihm stammt unser Monatslied «Masithi Amen». Masithi steht als Bestätigung, wie unser Amen, so sei es. Auf den ersten Blick sieht es aus, als hätte das Lied fünf Strophen. In Wirklichkeit ist es aber nur eine Strophe in den fünf Sprachen Xhosa, Deutsch, Englisch, Spanisch und Indonesisch. Es ist ein Loblied, das auch als Refrain zu einer Psalmlesung gesungen werden kann.
Für eine Gottesdienst-Gemeinde ist es durchaus machbar, den einfach gehaltenen vierstimmigen Satz zu singen. Darum lade ich dazu ein, das Lied am ersten September-Sonntag vor dem Gottesdienst zu lernen. Sonntag, 7. September, 9.15 Uhr, Kirche Münsingen

Monatslied August 2025
Wenn du singst, sing nicht allein RUP 192
Die zentrale Aussage in diesem Lied ist, dass du weder singen noch sprechen und hören, weder weinen noch lachen, noch glauben alleine tun sollst.
Das kann einerseits bedeuten, dass du dies alles so intensiv tun sollst, dass du damit andere ansteckst, denn singen, sprechen, hören, weinen, lachen und glauben kann Kreise ziehn. Andererseits will uns der Textdichter vielleicht auch sagen, dass alles Schöne noch viel schöner wird und eine viel grössere Kraft erhält, wenn man es gemeinsam mit andern tut, und alles Schwere in Gemeinschaft leichter zu tragen ist.
Für mich stellt sich die Frage, warum dieses Lied in einem kirchlichen Liederbuch Platz gefunden hat. Wo ist denn Gott? Wäre da nicht die letzte Strophe, wo der Glaube angesprochen wird, wäre es ein rein weltliches Lied.
Text und Melodie stammen von Heinz-Georg Surmund. Während seiner langjährigen Tätigkeit als Pfarrer hat er für Gottesdienste mit Familien und Studierenden sowie für Gruppen in der spirituellen Bildungsarbeit zahlreiche Lieder geschrieben.
Der Rhythmus in den Strophen ist, wie bei so vielen Liedern im rise up, geprägt von der vorgezogenen Eins. Der Refrain dagegen besteht aus viermal demselben einfachen rhythmischen Motiv: zwei Viertel, eine Halbe. Damit verbunden ist der Text: «Zieh den Kreis nicht zu klein, zieh den Kreis nicht zu klein!».

Monatslied Juli 2025
Dass Erde und Himmel dir blühen RG 734
Unser Gesangbuch ist in sechs Kapitel gegliedert, welche wiederum in mehrere Unterkapitel aufgeteilt sind. Im Kapitel «Gottesdienst im Lebenskreis», und dort im Unterkapitel «Auf dem Weg des Lebens», steht gleich zu Beginn der Text von Kurt Rose «Dass Erde und Himmel dir blühen ». Herbert Beuerle schrieb dazu eine Melodie, die im Kanon gesungen werden kann. Ein Geburtstagskanon soll dies sein. Das ist durchaus denkbar. Ich sehe aber weitere Möglichkeiten, all diese guten und grossen Wünsche einander zuzusingen.
Erde und Himmel sollen dir blühen. – Einen grösseren Raum als jenen zwischen Erde und Himmel gibt es kaum. Also soll dir alles blühen, das ganze Weltall.
Freude soll grösser sein als Mühen. – Was für ein schöner Wunsch! Doch hängt es wohl sehr von mir selbst ab, wie ich Freude und Mühen im Verhältnis erlebe. Sehe ich die Freuden? Oder lege ich mein Augenmerk vor allem auf die Mühen?
Zeit für Wunder soll dir bleiben. – Auch da ist es in meinem Ermessen, wie viel Zeit ich mir nehmen will, Wunder zu sehen und wahrzunehmen.
Frieden für Seele und Leib! – Da fängt Frieden an, ganz tief in mir drin. In meiner Seele. Je mehr Frieden ich in mir fühle, umso mehr Frieden kann ich hinaustragen, so dass er Kreise zieht, wie ein Stein, den ich ins Wasser werfe.
Roses Text passt also nicht nur an eine Geburtstagsfeier, sondern sehr gut in den Sendungsteil des Gottesdienstes.

Monatslied Juni 2025
Gott liebt diese Welt RG 279
Nach seinem Einsatz bei der Kriegsmarine und amerikanischer sowie britischer Kriegsgefangenschaft begann Walter Schulz (1925–2009) ein Studium in Philologie und Anglistik,
das er bald wieder abbrach. An der Kirchlichen Hochschule Hamburg, in Erlangen, Zürich und Kiel studierte er Theologie. Während seiner Amtszeit als Jugendpastor dichtete er zahlreiche geistliche Lieder. Im Jahr 1962 schrieb er Text und Melodie des Liedes «Gott liebt diese Welt» als Hoffnungslied für einen kirchlichen Jugendtag in der damaligen DDR, nachdem 1961 die Mauer in Berlin gebaut worden war.
Die erste und letzte Strophe des Liedes sind identisch. Da steht die Zusage, mit welcher jede Strophe beginnt: «Gott liebt diese Welt». Zugleich steht da aber auch ein Auftrag an uns: «Wohin er uns stellt, sollen wir es zeigen».
In den sechs Versen dazwischen geht es um Gottes Handeln, um die Schöpfung, die Rettung seines Volks aus Ägypten, um die Geburt, das Sterben und die Auferstehung Jesu, sowie sein Wiederkommen für die ganze Welt.
In kurzen klaren Sätzen stellt Schulz hier Gottes Taten gegen die Taten der Mächtigen der Welt, die sich fest in den Kopf gesetzt hatten, eine vollkommene Welt zu schaffen.
Durch Wiederholung und Spiegelung von Motiven erhält die Melodie eine Eindringlichkeit, die den Worten Nachdruck verleiht. Der letzte Takt wirkt wie eine Bestätigung des Gesungenen.

Monatslied April/Mai 2025
Du bist heilig RUP 081
Bis Karfreitag wird das Lied vom März « Wie lange willst du mein’ vergessen» weiterhin in jedem Gottesdienst gesungen. Ab Ostern bis Ende Mai wird ein Sanctus aus Schweden unser Monatslied sein. Der Titel im rise up PLUS ist «Du bist heilig». Den schwedischen Text und die Melodie mit den Harmonien hat Per Harling, ein schwedischer Priester, Schriftsteller und Komponist verfasst. Der evangelisch-lutherische Pastor und Liedermacher Fritz Baltruweit übertrug den Text ins Deutsche.
Das Lied ist zweiteilig, und jeder Teil hat sein rhythmisches Motiv, das immerfort wiederholt wird. Die beiden Teile können auch gleichzeitig gesungen werden.
Als Quellen zum Text werden verschiedene Bibelstellen angegeben:
Psalm 99 hebt im Unterschied zu andern Psalmen, die Gott als den König preisen, seine Heiligkeit hervor. Dreimal ist der Satz zu lesen: «Denn er ist heilig.»
In Jesaja 6 geht es um die Berufung Jesajas zum Propheten. Jesaja sieht den Herrn, und über ihm Serafim, jeder mit sechs Flügeln. Einer ruft dem andern zu: «Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll.»
In Offenbarung 4 wird der Seher Johannes vom Geist in den Himmel entrückt. Dort sieht er vier Gestalten, jede mit sechs Flügeln, die sprechen: «Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.»
Im Liedtext – er sollte unbedingt auch gelesen werden, ohne ihn zu singen, da der Rhythmus an einigen Stellen den Zusammenhang zerreist – wird betont, dass Gott im Geist unter uns lebt.
Mit dem Hinweis auf Brot und Wein empfiehlt es sich, dieses Sanctus in der Abendmahlsliturgie zu singen. Es kann aber ebenso als Loblied eingesetzt werden.

Monatslied März 2025
Wie lange willst du mein' vergessen RG 10
Der Text dieses Psalmliedes stammt aus der Feder Helmut Lamparters, einem evangelischen Theologen, Schriftsteller und Dichter. In seinem vom zweiten Weltkrieg geprägten Leben fand er Trost und Zuversicht im Glauben an Gott. Als Schriftsteller verfasste er einige Kommentare zu biblischen Büchern wie Ruth, Hiob, Prediger, Hohelied und weiteren. Den Psalter gab er unter dem Titel «Wecken will ich das Morgenrot» in Gedichtform heraus. Dieser Sammlung ist der Text unseres Monatsliedes entnommen.
Lamparter bleibt mit seiner Dichtung nahe am Text des 13. Psalms, einem Klagepsalm. Allerdings ist die Klage des Beters nur in den Versen 1 und 2 zu erkennen. «Wie lange willst du mein’ vergessen, warum erhörst und hilfst du nicht? … Wie lange muss ich Schmerzen tragen in meiner Seele Tag für Tag?» Da hadert der Beter mit Gott. Aber er verharrt nicht in der Klage. In den Versen 3 und 4 wendet er sein Klagen in Bitten: «Gott, sende deines Lichtes Strahl. Erhör mich, denk an dein Versprechen.» Im letzten Vers spricht er gar vertrauensvoll zu Gott: «Ich weiss, du wirst nicht lang mehr schweigen, die Hilfe ist schon vor der Tür.»
Die Melodie ist aus dem Genfer Psalter und hat die typischen Merkmale der sehr linearen Melodieführung, der Beschränkung auf nur zwei Notenwerte und der Pausen am Ende jeder Choralzeile. Zu finden ist sie bei drei weiteren Liedern im Gesangbuch. Das wohl bekannteste darunter ist «O dass doch bald dein Feuer brennte».

Monatslied Februar 2025
Schenk uns Zeit RUP 191
«Schenk uns Zeit aus deiner Ewigkeit.»
«Schenk uns Zeit, Zeit zum Nehmen und Geben,
zum Miteinanderleben.»
«Schenk uns Zeit, Zeit zum Trinken und Essen und
um keinen zu vergessen.»

So bittet der Liederdichter Rolf Krenzer (1936–2007) im Kehrvers und in den zwei ersten Strophen.
Kohelet teilt mit uns in seinem Zeitgedicht (Kapitel 3) ganz eigene Gedanken zum Thema Zeit. «Für alles gibt es eine Stunde, und Zeit gibt es für jedes Vorhaben unter dem Himmel.» Folgen lässt er eine lange Aufzählung von Gegensätzen, darunter: «Zeit zum Gebären, Zeit zum Sterben; Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen; Zeit zum Lieben, Zeit zum Hassen; eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden.» Über all dem steht die Frage: «Wie finde ich das Glück in meinem Leben?»
Krenzer fasst im dritten Vers seines Liedes alles zusammen: «Zeit zum Beten, Zeit zum Klagen, Zeit, dir, Gott, auch Dank zu sagen.» Viele Bitten sind in diese Liedstrophen gepackt. Es wirkt wie ein Wunschzettel für das Geschenk Zeit. Doch mit diesem Geschenk sorgsam umzugehen, ist eine grosse Herausforderung. Was tun wir damit? Wie setzen wir Prioritäten? Gestalten wir die uns geschenkte Zeit bewusst? Setzen wir sie sinnvoll ein? – Sind die Bitten im Lied gar so zu verstehen, dass Gott uns dabei helfen soll, die Zeit richtig einzusetzen?
Das Lied, und was es für Gedanken anstösst, passt zum Thema des Kirchensonntags am 2. Februar: «Sinn finden in meinem Tun.» «Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben – aber den Tagen mehr Leben.»

Monatslied Januar 2025
Wie schön leuchtet der Morgenstern RG 653
Eine der bekanntesten Kirchenlied-Melodien begleitet uns durch den ersten Monat des Jahres.
Nicolai verfasste ein Liebeslied an Jesus und bediente sich dafür zahlreicher Bilder. So beschreibt er Jesus als Morgenstern, süsse Wurzel Jesse, Davids Sohn, König und Bräutigam, als Perle, werte Kron, Blümlein und Jaspis. In späteren Überarbeitungen kam das Kleinod hinzu, wie es jetzt auch in unserem Gesangbuch steht. Diese tiefverwurzelte Liebe und der starke Glaube sind bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Nicolai die Verse in der Zeit geschrieben hat, in der täglich Menschen von der Pest dahingerafft wurden. Der Morgenstern steht als Zeichen der Hoffnung. Er leuchtet im tiefsten Winter, in dunkelster Nacht, und kündigt den neuen Morgen an.
Auch die Melodie stammt aus Nicolais Feder. Sie ist schlicht und eingängig. Komponisten wie Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach und Max Reger waren davon so angetan, dass sie darüber kleine und grosse Werke schrieben.
Zum Hören empfohlen: J.S. Bach: Kantate BWV 1, D. Buxtehude: Choralfantasie BuxWV 223; M. Reger: Choralfantasie op. 40,1 und Orgelchoral op. 67

Monatslied Dezember 2024
Gottes Lob wandert RG 2
Der Lobgesang der Maria bildet seit Jahrhunderten den Höhepunkt des kirchlichen Abendgebets, der Vesper. Als schlichte Psalmodie rezitiert oder als Chorwerk gesungen nimmt es die Verse aus dem Lukasevangelium auf, in welchen Maria ihre Freude ausdrückt, von Gott erwählt zu
sein (Lk 1,46–55).
Seit der Reformation entstanden verschiedene Magnificat-Lieder, die von der ganzen Gemeinde gesungen werden können.
Angeregt durch ein norwegisches Marienlied hat der deutsche Theologe und Kirchenlieddichter Jürgen Henkys ein Lied zum Magnificat geschaffen. Die Strophen sind zweigeteilt.
In der ersten Hälfte wird geschildert wie Maria einst sang und wie heute Scharen von Menschen singen, was damals Maria gesungen hat. Schliesslich kommt das Staunen über das Wunder der Menschwerdung Gottes zum Ausdruck und es wird die Bitte ausgesprochen, dass dieser Lobgesang zu einer Brücke der Freude werde.
In der zweiten Strophenhälfte werden wichtige Sätze aus dem Magnificat zitiert.
Manfred Schlenker schuf eine Melodie, die sich nahe am Text bewegt. Bemerkenswert ist in der zweiten Strophenhälfte der Sprung in die Höhe und der anschliessende Abstieg in die untere Oktave auf den Worten: «Der Hohe schaut die Niedrige an … Die Stolzen stürzt er endlich vom Thron.»
Eng mit dem Magnificat verbunden ist der 9. Psalmton (ein Melodiemodell zum Rezitieren von Psalmen). Schlenker verwendet denn auch den Anfang dieses Psalmtons für die Zitate aus dem Magnificat. Somit schafft er eine schöne Verbindung zur Tradition der kirchlichen Abendgebete, wie sie bis heute in Klöstern und Gemeinschaften gesungen und gebetet werden.

Monatslied November 2024
Herr der Stunden, Herr der Tage RG 553
Das Lied mit dem Text des Schweizer Schriftstellers Hermann Hiltbrunner (aus dem Jahr 1945) steht im Reformierten Gesangbuch beim Jahreswechsel. Genauso gut passt es in den Monat November, wo die Tage immer kürzer, die Nächte länger werden, wo die Katholiken an Allerseelen und die Reformierten am Ewigkeitssonntag der Verstorbenen gedenken.
Herr der Stunden, der Tage, der Jahre, der Zeiten – der von Strophe zu Strophe wachsende Zeitraum weist auf Gottes Ewigkeit hin. Europa war 1945 kriegsgerüttelt, Zerstörung in Städten, Dörfern, in Menschenseelen. Der Dichter bittet: «Aus dem Meer von Leid und Klage führe uns auf festes Land. – Weis uns aller Ziele Ziel. – Wollest unsre Schritte leiten.»
Zwei Jahre nach Entstehung des Textes schuf der Schweizer Komponist Albert Moeschinger eine Melodie, die das Wachsen der Zeitabschnitte mitträgt. Sie steigt bis zur Mitte der Strophe hin auf und kehrt wieder zum Ausgangston zurück. Der Rhythmus ist in Vierteln gehalten, bleibt in der Mitte und am Schluss je einmal auf einer Halben stehen. In dieser Schlichtheit entwickelt sich eine grosse Spannung und Entspannung, das Ziel aller Ziele, das Vertrauen auf den «Herrn der Menschen, den Herrn der Welt».

Monatslied Oktober 2024
Herr, in deine Hände RUP 190
Gregor Linssen, geboren 1966, ist freier Musiker in der Kirche und arbeitet als Komponist, Texter sowie Ton- und Bildingenieur.
Er ist freiberuflicher Referent für das Neue Geistliche Lied (NGL), bei Chorwochenenden und kirchenmusikalischen Werkwochen in ganz Deutschland und war musikalischer Leiter für diverse diözesane Grossprojekte und internationale Wallfahrten.
Mit dem Lied «Herr, in deine Hände» schuf er ein Lied, das wie ein Gebet formuliert ist. In den kurzen Versen zählt er auf, was wir alles in Gottes Hände legen und so vertrauensvoll ablegen können.
Im Gottesdienst kann das Lied anstelle eines Gebets gesungen werden. Es bietet sich aber ebenso an, es im Wechsel mit dem gesprochenen Gebet zu singen.

Monatslied September 2024
Dem Herrn gehört unsre Erde RG 19
Nach Psalm 24 verfasste der reformierte Schweizer Pfarrer Hans Bernoully 1988 den Liedtext «Dem Herrn gehört unsre Erde». Wer nur den ersten Vers anschaut, könnte denken, dass es sich um ein Schöpfungslied handelt. Liest man weiter, werden Fragen aufgeworfen wie: «Wer hat das Recht den Herrn zu schauen, auf seinen Berg zu steigen?» Sofort folgt die Antwort: «Die reinen Herzens ihm trauen, von Lug und Trug sich fern halten, werden den Segen Gottes sehn.» Was ist denn das für ein Gott, der seinen Segen nur einer Schar von Auserwählten zukommen lassen will und andere ausschliesst? Und, kann denn überhaupt jemand diesen Anforderungen gerecht werden?
Strophe drei schliesslich, worin die Schlussverse des Psalms aufgenommen werden, erinnert an das Adventslied «Macht hoch die Tür» oder an Telemanns Adventskantate «Machet die Tore weit».
Mit dieser Vielfalt von Themen ist das Lied an keine bestimmte Zeit gebunden. Vielmehr kann es seinen Platz in der Liturgie um die Schriftlesung finden, oder bei Auslegung von Psalm 24 im Verlauf der Predigt gesungen werden.
Zur Genfer Melodie aus dem 16. Jahrhundert gibt es vom niederländischen Komponisten Anthoni van Noordt eine wunderbare dreisätzige Orgelbearbeitung, die im Gottesdienst vom 1. September in der Kirche Münsingen zu hören sein wird.

Monatslied August 2024
Ich sing dir mein Lied RUP 036
«Cantai ao Senhor um cântico novo» lautet der Originaltext des aus Brasilien stammenden Liedes im Samba-Rhythmus. Es nimmt Bezug auf die Psalmen 96 und 98 in welchen es ums Singen zum Lob des Herrn geht.
In Europa angekommen erfuhr das Lied nebst unterschiedlichen deutschen Übersetzungen eine Anpassung an unsere rhythmischen Gepflogenheiten und wurde im ¾ Takt gesungen. Im Chorheft 2007 des Schweizerischen Kirchengesangsbundes stehen die beiden Rhythmen, ¾ Takt und Samba, nebeneinander. Für das rise up PLUS entschied man sich für die Samba-Version, welche der Melodie viel mehr entspricht.
Fritz Baltruweit und Barbara Hustedt geben mit ihrer Übertragung ins Deutsche den Strophen einen immer gleich bleibenden Rahmen. «Ich sing dir mein Lied. In ihm klingt mein Leben. … Dir sing ich mein Lied.» Dazwischen wird mit musikalischen Ausdrücken aufgezählt, wie vielfältig das Geschenk Leben doch ist. Die Angesprochenen, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, werden besungen mit Quelle, Hüter, Wunder und Zukunft des Lebens. Freudig und beschwingt soll es klingen und uns durch diesen Sommermonat begleiten. Es ist durchaus möglich, dass es auch nach dem Gottesdienst in uns weiter klingt.

Monatslied Juli 2024
Christus, das Licht der Welt RG 280
Ein Credo auf Christus, der in dunkelster Nacht zu uns auf die Erde kam, der uns Liebe vorlebte, schliesslich für uns starb und uns vergab. Die ersten drei Verse des Liedes sind ein Bekenntnis auf Christus, dem Licht, dem Heil und dem Herrn der Welt. Er ist Grund zur Freude, eine Aussage, die sich durch jeden Vers zieht.
Alle Strophen enden mit den Worten: «Ehre sei Gott, dem Herrn!» Dieses Lob geht im vierten Vers an Gott den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.
Jesus sagt von sich selbst: «Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.» (Joh. 8.12) Vielleicht dachte der methodistische Prediger Fred Pratt Green an diesen Vers, als er 1968 den Liedtext schrieb. Nur vier Jahre später übertrugen der Theologe und Journalist Otmar Schulz und die Dichterin und Dolmetscherin Sabine Leonhardt den Text ins Deutsche.
Durch die barocke Melodie aus dem Pariser Antiphonar – eine Sammlung von liturgischen Gesängen – kommt die Freude deutlich zum Ausdruck.
In der Liturgie hat das Lied seinen Platz als Glaubensbekenntnis nach der Predigt. Wird eine Taufe gefeiert, kann es zwischen der Taufbesinnung und der Taufhandlung gesungen werden.

Monatslied Juni 2024
So ist Versöhnung RUP 167
«Wie ein Fest nach langer Trauer, wie ein Feuer in der Nacht, wie ein Brief nach langem Schweigen» so reiht Jürgen Werth, Journalist, Buchautor und Liedermacher, zahlreiche Vergleiche aneinander um Versöhnung zu beschreiben. Die einen sind schöne Bilder, andere zeigen, dass der Weg zur Versöhnung oft hart und steinig ist: «Wie alte Feinde Hand in Hand.» Oft ist die Situation verfahren und verhärtet, und sich alte Feinde Hand in Hand vorzustellen, scheint weit entfernt und unmöglich. Solche Verhärtungen sind in Kriegsgebieten offensichtlich, kommen aber genauso im Kleinen, zwischen zwei Menschen, Freunden, Geschwistern vor. So auch in der Geschichte von Josef und seinen Brüdern, wo es um Neid, Eifersucht und schliesslich Versöhnung geht. Darüber schrieb Werth ein Musical. Die Musik dazu schuf der Kirchenmusiker und Komponist moderner christlicher Musik Johannes Nitsch. Aus diesem Musical stammt unser Monatslied.

Monatslied Mai 2024
Wir bitten, Herr, um deinen Geist RUP 074
Dieter Trautwein (1928–2002) schrieb als deutscher evangelischer Theologe Texte zahlreicher Neuer geistlicher Lieder (NGL). Von ihm stehen in unserem Gesangbuch unter anderen «Weil Gott in tiefster Nacht erschienen», «Du schöner Lebensbaum des Paradieses» und «Komm, Herr, segne uns».
Mit «Wir bitten, Herr, um deinen Geist» schuf er ein Pfingstlied in Form eines Gebets. Alle drei Verse beginnen und enden mit denselben Worten. Darin eingeschlossen ist je eine Bitte: dass wir das Alte neu verstehen und uns in Gottes Nähe sehen; dass wir nicht nur Fragen nennen, sondern auch die Antwort kennen; dass, auch wenn wir fürchten zu versagen, doch eine Antwort wagen. Diese Bitten aktualisieren die Gaben des Heiligen Geistes für unsere Zeit.
Hans Rudolf Siemoneit (1927–2009) war Kantor und vertonte viele Neue geistliche Lieder, so auch das aktuelle Monatslied. Dem Text gleich schuf auch er einen Rahmen, indem er Anfang und Ende jeder Strophe das gleiche melodische und rhythmische Motiv gab.

Monatslied April 2024
Erschienen ist der herrlich Tag RG 469
Der Verfasser von Text und Melodie dieses Osterliedes, Nikolaus Hermann (1500–1561), wirkte bereits mit 18 Jahren als Kantor und Lehrer im böhmischen Erzgebirge, in der damals wirtschaftlich und kulturell blühenden Stadt Joachimsthal. Schon früh schloss er sich der reformatorischen Bewegung an und pflegte eine enge Freundschaft zum ersten evangelisch-lutherischen Pfarrer in Joachimsthal. Beide waren treue Anhänger Luthers.
Mit «Erschienen ist der herrlich Tag» schuf Hermann ein Erzähllied mit vierzehn Strophen, wovon heute nur noch die Rahmenverse geblieben sind. Die alte Sprache mag heute eine Herausforderung sein, was aber kein Grund ist, das Lied nicht mehr zu singen.
In den heute fehlenden Strophen erzählt Hermann von den drei Frauen am Grab und von den beiden Jüngern, die auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus Jesus begegnet sind. Aber auch Geschichten aus dem Alten Testament nimmt er auf, wenn er von Simson schreibt, der mit blossen Händen einen Löwen tötete, von Jona, der drei Tage im Bauch des Fisches verharrte, so wie Jesus drei Tage im Grab lag. Weiter erzählt er von der Flucht vor dem Pharao als Parallele des Exodus zur Auferstehung Christi, sowie vom süssen Brot, das Moses seinem Volk zu essen gegeben hat, als Verweis auf das Abendmahl. Jede Strophe mündet ein in ein Halleluja.
In den heute verbliebenen fünf Versen wird der Freude über die Auferstehung Ausdruck verliehen. Nicht nur die Menschen, sondern alle Kreatur darf sich freuen und fröhlich in das Halleluja einstimmen.

Monatslied März 2024
Liebe, du ans Kreuz für uns erhöhte RG 450
Der evangelische Theologe und Kirchenlieddichter Carl Bernhard Garve, geboren 1763 bei Hannover, schrieb zahlreiche Lieder, darunter auch das Passionslied «Liebe, du ans Kreuz für uns erhöhte». Garve wurde bereits im Alter von fünf Jahren in die Knabenanstalt der Herrnhuter Brüdergemeine Zeist in Holland geschickt. Später wurde er zum Lehrer und Theologen ausgebildet.
Garve schreibt in seinem Passionslied nichts von Blut und Wunden. Ins Zentrum stellt er die Liebe Gottes zu den Menschen. Er bezeichnet Jesus als Versöhner, Dulder, Erbarmer und Freund der Armen, und bittet darum, dass wir ihm ähnlich werden mögen, ja sogar mehr noch, er wünscht: «O gestalt uns dir zum Ebenbilde.» Die Aussagen Garves sind biblisch geprägt, vor allem durch die Bergpredigt, und von einem tiefen pietistischen Glauben getragen.
Knapp zweihundert Jahre früher entstand die Melodie. Mit ausdrucksstarken harmonischen Wendungen verleiht ihr der Komponist Johann Crüger eine grosse Spannung.

Monatslied Februar 2024
Ore poriarju – Kyrie eleison RUP 064
Auf einer schwingenden Melodie, mehrmals sequenziert, wird dieser Kyrie Ruf der Guarani gesungen. Kyrie eleison – Ore poriarju vereko Nandejara. Christe eleison – Ore poriarju vereko Jesucristo.
Die Guarani sind eine indigene Bevölkerungsgruppe, die bereits vor Kolumbus als Ackerbauern in Südamerika lebte. Paraguay hat den grössten Anteil, gefolgt von Bolivien, Argentinien, Brasilien und Uruguay. Ihre Sprache ist in Paraguay als zweite offizielle Landessprache anerkannt und wird von über 80 Prozent der Bevölkerung gesprochen.
Die Guarani sind sehr spirituelle Menschen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden sie von jesuitischen Missionaren christianisiert. Seither treffen sie sich in Gebetshäusern zu ihren Gottesdiensten. Der christliche Prediger ist meist zugleich auch Schamane. Als Christen kennen sie auch das Kyrie eleison als liturgischen Ruf.
Kyrie eleison ist der einzige Satz der Messe, der in griechischer Sprache gesungen wird. Es bedeutet: «Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich.» In der Antike war dies ein Jubelruf an den Kaiser. Im christlichen Gottesdienst wurde das Kyrie eleison vermutlich ab dem 4. Jahrhundert verwendet. Mit der Zeit wandelte sich der Jubelruf immer mehr in einen Bitt- und Bussruf.

Monatslied Januar 2024
Vorbei sind die Tränen RUP 293
Am Ende der Bibel steht: «Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid, noch Geschrei, noch Mühsal wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen.» Offenbarung 21.4 – Und dieselbe Vision hatte bereits der Prophet Jesaja, wie dort in Kapitel 25, Vers 8 zu lesen ist.
Der Liedtext spricht davon, dass Tränen, Elend, Hass, Streit und fressende Macht vorbei und drohende Fäuste nicht mehr geballt seien. Ob das hier auf der Erde einmal so sein wird, ist beim derzeitigen Weltgeschehen schwer zu glauben. Da gibt die Zusage im dritten Vers schon mehr Hoffnung: «Gott wohnt bei den Menschen … er tröstet, er lacht, Gott macht alles neu, gibt uns neue Kraft, ist bei uns im Hier und Jetzt.»
Schliesslich bringt der Refrain die Johannesapokalypse zum Ausdruck: «Himmel und Erde werden neu, nichts bleibt, wie es ist.» Diese Aussage bezieht sich auf Offenbarung 21.1: «Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr.» Neu werden, Hoffnung auf das Neue, Bessere, darum können wir bitten, darauf dürfen wir hoffen.
Das Lied aus dem Jahr 2004 mit dem Latin-Rhythmus verleiht den biblischen Texten eine ganz andere Wirkung. «Vorbei sind die Trä nen, das Weinen und der Schmerz, vorbei sind das Elend, der Hass und der Streit. – Nichts bleibt, wie es ist. Himmel und Erde bekommen ein neues Gesicht.»
Sekretariat
Ref. Kirchgemeindehaus Münsingen
Schlossstr. 11
3110 Münsingen
031 720 57 57
Öffnungszeiten: Montag – Freitag 9-12, 14-17 Uhr.
Während den Schulferien nur Vormittags geöffnet.
Termine ausserhalb dieser Zeiten nach Vereinbarung.
In dringenden Fällen kontaktieren Sie eine Pfarrperson.

Impressum
Bereitgestellt: 22.12.2025    Besuche: 36 Monat