Ist Ihnen beim Betrachten der
Kirchenfenster der reformierten Kirche Münsingens auch schon einmal die grüne Gartenlandschaft im Hintergrund mit den farbigen Blumen aufgefallen?
Lauter Margeriten, Schafgarben, Ageratum und Schneeball-Hortensien. Die Kinder lauschen zu Füssen der Bergpredigt von Jesus und pflücken dabei Blumen und Grünpflanzen. Umgeben sind die Fenster vom prächtigen Himmelblau der Chorwand, und so wird das «Irdisch-Erdige» mit dem jenseitigen «Himmel» verbunden. Jesus predigt nicht etwa in einer steinigen, trockenen Wüstenlandschaft, sondern in einem Garten. Und dieser erinnert an das Paradies (vgl. Offb 21,5; 22,1-2). Hier wird alles neu (sein)!
Bevor es nach oben geht und die Blumen paradiesisch spriessen, geht es allerdings nach unten. Und das ist auch im Leben so: Vor der Geburt, im Leben, im Sterben. Leiden und Aushalten werden uns dabei nicht erspart. In der
angebrochenen Karwoche machen wir uns dies bewusst.
Besonders vergegenwärtigen wir dabei auch
die letzten Tage unseres Meisters Jesus, der uns auf dem Weg vorangegangen ist und der gesagt hat:
«Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. Amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebt, verliert es; aber wer sein Leben in dieser Welt hintanstellt, wird es bewahren ins ewige Leben.
Wenn einer mir dienen will, folge er mir; und wo ich bin, wird auch mein Diener sein.» (Joh 12,23–26a)
Möge Ihnen das Front-Bild von der
faulenden Kartoffelknolle dabei stets vor Augen sein: Die Knolle wird in die dunkle Erde gelegt. Da modert sie und stirbt ab. Aber gleichzeitig saugt sie "in Schwachheit" den nötigen Nährstoff aus dem Erdboden auf, und es entsteht aus ihr neues Leben: Noch verborgen in der Tiefe, schiessen schon die Sprossen aus.
Link zum
Osterbericht: 2026-04 Gemeindeseiten reformiert
Das
Karwochen- und Osterprogramm finden Sie auf der Frontseite unter "Aktuelles" und im grünen Kasten rechts unter "Veranstaltungen" - herzliche Einladung und hoffentlich bis bald!
Für das Pfarrteam,
Pfr. Simon Grebasch