Rückblick auf den Impuls-Gottesdienst: Eine zauberhafte Erfahrung
Der vergangene Impuls-Gottesdienst vom 26. Januar in der Reformierten Kirchgemeinde Münsingen war ein ganz besonderes Erlebnis – ein Gottesdienst, der Glaube und Fantasie auf einzigartige Weise miteinander verband. Menschen aller Generationen, von Kindern bis zu Seniorinnen und Senioren, fanden den Weg in die Kirche, besonders viele Jugendliche waren dabei. Die Kirche selbst war mit schwebenden Kerzen und liebevoller Hogwarts-Dekoration in eine magische Atmosphäre getaucht.
Alena Bucher,
Bereits zu Beginn zog Caroline Marti an der Orgel die Anwesenden mit einer zauberhaften musikalischen Überraschung in den Bann: Sie spielte bekannte Melodien aus der Welt von Harry Potter, darunter das ikonische «Hedwig’s Theme». Auch die gemeinsam gesungenen Lieder, begleitet von Klavier und Gitarre, trugen zur besonderen Stimmung bei.
Pfarrerin Anita Zocchi nahm die Gemeinde in ihrer Predigt mit auf eine Reise durch die Werte und Parallelen zwischen der Harry-Potter-Welt und dem christlichen Glauben. Sie berichtete davon, wie sie vor über 25 Jahren die ersten Bücher entdeckte und schon früh erkannte, dass in diesen Geschichten viele christliche Motive zu finden sind. Besonders die Opferbereitschaft und der Kampf zwischen Gut und Böse erinnerten sie an biblische Erzählungen: «Ein Junge, der aufgefunden wird, eingewickelt in eine Decke, so wie Moses gefunden wurde. Ein Junge, über den es Prophezeiungen gab, so wie über Propheten, Johannes den Täufer oder auch Jesus.
Menschen, die sich für andere opfern: Die Mutter von Harry, Lilly Potter; der Götti von Harry, Sirius Black; auch Professor Dumbledore und Professor Snape und natürlich Harry Potter selbst. Sie waren bereit zu sterben, um Voldemort den Bösewicht der Geschichte zu stoppen. Ein Kampf von Gut gegen Böse. Und die Urmotivation von denen, die bereit waren, sich zu opfern, ist die Liebe. Die stärkste Kraft - Dumbledore sagt es so: Liebe ist das stärkste Mittel gegen den Tod.»
Ein besonders eindrückliches Bild aus der Predigt war der Patronus-Zauber, der in der Harry-Potter-Welt Schutz vor den düsteren Dementoren bietet. Auch im echten Leben gibt es Zeiten, in denen Dunkelheit und Traurigkeit überhandnehmen, in denen es scheint, als sei alles Licht verschwunden. Doch genau wie in den Büchern ist es die Kraft guter Erinnerungen, der Liebe und des Vertrauens, die die Dunkelheit vertreiben kann. «Diejenigen, die wir lieben, verlassen uns nie wirklich – sie leben in uns weiter, so wie Licht stärker ist als Dunkelheit,» betonte Anita Zocchi. Im christlichen Glauben ist es das Licht Gottes, das uns durch schwierige Zeiten trägt – ein Licht, das immer da ist, wenn wir uns daran erinnern.
In interaktiven Teilen konnten die Besucher*innen des Gottesdienstes ihr Harry-Potter-Wissen unter Beweis stellen. In einem Kahoot, einem Quiz, das man übers Handy spielen kann, musste man abstimmen, ob ein Zitat aus der Bibel stammt oder aus der Bestseller-Reihe von J.K. Rowling. Wie sich herausstellte, war das gar nicht so einfach – besonders unter Zeitdruck. Ausserdem wird die Bibel in zwei Stellen der Bücher sogar zitiert! In einem weiteren interaktiven Teil durfte man, ähnlich wie beim Spiegel Nerhegeb, seine Herzenswünsche an einen Spiegel schreiben. Daraus wurde dann die Fürbitte formuliert.
Auch ein Abschlussegen im Harry-Potter-Stil durfte natürlich nicht fehlen. Im Anschluss durften alle, die wollten, bei einem magischen Apéro verweilen.
Ich behalte den Gottesdienst in guter Erinnerung und freue mich bereits auf den nächsten «Impuls - der etwas andere Gottesdienst». Danke an alle die in irgend einer Form mitgewirkt haben und diesen Gottesdienst so zauberhaft machten.