Osterfrühfeier - Rückblick
von Hans Rentsch
Simon Grebasch,
Kurz vor 6 Uhr in der Früh bin ich auf dem Weg zum Friedhof Münsingen. Die Amseln begleiten mich mit ihren kräftigen Stimmen.
Einige Menschen sind schon da. Es ist dunkel, ich kann sie nur an ihrer Stimme erkennen.
Es sind Konturen eines Kreuzes nur schwach zu erkennen. Es begleitet uns in dieser Mediation. Eindrücklich sind mir die Hammerschläge, mit welchen drei Nägel eingeschlagen werden ……
Darauf bewegen wir uns durch die Gräber zum Unterstand. Es ist dunkel – wie am schwarzen Karfreitag – die Worte sind schwer, belasten, machen traurig – bis das Osterlicht aus erscheint und uns als heller Schein auf dem weiteren Gang vor dem Kreuz vorausgeht.
Der Kehrsvers «In dunkler Nacht woll’n wir ziehen» (Taizé-Gesang) wird von der Querflöte angestimmt und begleitet uns von Beginn durch Meditation.
Der Morgen bringt Licht und die Kirche erscheint vor unseren Augen. Ein dritter Halt – die Gesichter erkenne ich jetzt, und das Osterlicht macht die Runde von Hand zu Hand – die Querflötistin spielt.
Im Chor der Kirche entzündet das Osterlicht die Kerze - das Licht wird an die Anwesenden gereicht.
Als Abschluss der Prozession wird das Osterfeuer vor der Kirche entzündet. Die Gesellschaft begibt sich zum reichhaltigen Osterfrühstück und vom Turm her erklingen österliche Klänge...