Sandra Altherr

Von der Heugabel, dem 3D-Drucker und dem «intelligenten Haus»

Museum Männer20210805_102350: Landwirtschaft, präsentiert mit Geräten und Fotos im Schweizerischen Agrarmuseum (Foto: Kurt Aeschimann)

Viele Themen – von den Anfängen der Landwirtschaft in grauer Vorzeit über die Lasertechnik für die Materialbearbeitung und dem «intelligenten Haus» – hatten die rund 40 Senioren der der Kirchgemeinde Münsingen beim traditionellen Männerausflug auf dem Programm. Der Tagestrip ins Luzernische liess daher keine Wünsche offen.
Anton Josi,
Viel Bekanntes traf man im Agrarmuseum «Burgrain» bei Willisau, wo die alten landwirtschaftlichen Geräte einigen Gesprächsstoff auslösten. Da bewegte man sich inmitten grossväterlicher landwirtschaftlicher Utensilien noch im Bekannten: Von der hölzernen Heugabel über den Garbenbinder Lieuse und das Bschüttifass bis zur Schnapsbrennerei war alles zu besichtigen, was einmal unter einem Scheunendach Platz hatte. Dem Museum angegliedert sind weiter eine Schauküche, ein Naturgarten, ein Lehrbienenstand; Filme und grossformatige Plakate ergänzen die Themen. die in der neuen Hauptausstellung «Was ist Landwirtschaft» auch zukunftskritisch hinterfragt werden.

Computerintelligenz
Grosser Szenenwechsel nach Nüdeli und Geschnetzeltem an Rahmsauce am Nachmittag in Labors der Hochschule Luzern: Dort erschufen 3-D-Drucker, Fräsen sowie Laserschneider flackernd in höchsten sirrenden Tönen anhand von Computerprogrammen Bauteile zur Weiterverwendung – jedes Stück in Grösse, Form und Farbe natürlich auf den Tausendstel identisch.

Eigenständiges, aber überwachtes Leben
Wie alleinstehende Senioren dank elektronischer Technik sich betreuen lassen können, führte das Wohnlabor vor Augen: Nach einem angenommenen Sturz in einer Wohnung mit Verlust des Bewusstseins setzte sich im «intelligenten Haus» subito selbstständig eine ganze Staffel von elektronischen Hilfen in Bewegung: Anruf bei einer Meldezentrale, danach automatische Ortung des Geschehens, Alarmierung von Hilfen bis zur anschliessende Rettung, das alles ohne direkter Absprache zwischen verunfallter Person und Rettungsdiensten. Und das alles schon heute möglich, nicht Utopie. Dennoch hängt das Gelingen auch davon ab, wie viel man von seinen persönlichen Daten und Freiheiten zu seiner Überwachung preisgeben will, in welchem Masse die Technik funktioniert, bis ein richtiger Mensch mit seinem Können eingreift. Da stellt sich die Frage: Wie weit bedient die Technik den Menschen und wie weit bedient die Technik uns?

Kurt Aeschimann
Sekretariat
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Bereitgestellt: 26.08.2021