Kirchenbaureise nach Montreux und Caux

20190511_1562 Foto Fritz R.Brand —  Jakobs Traum<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-muensingen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>341</div><div class='bid' style='display:none;'>2678</div><div class='usr' style='display:none;'>24</div>

Ich habe versprochen, wir würden hoch über Montreux durch Narzissenfelder streifen und die schöne Aussicht über den Genfersee geniessen. Ob ich wohl etwas viel versprochen habe? Das Wetter verprach nicht viel Gutes.
Markus Zürcher,
Tatsächlich wurden wir an der Promenade in Montreux von einer Regenfront erfasst, die sich schnell näherte. Etwas feucht bestiegen wir den Zug nach Caux. Unterwegs sahen wir tatsächlich ein paar blühende Narzissen. Oben angekommen waren wir im Nebel. Es war unfreundlich. Das Restaurant war nicht weit. Da wurden wir positiv überrascht. Im rustikalen Restaurant brannte bereits ein Feuer im Cheminée. Das Essen, das uns da serviert wurde, war vom Feinsten. Nach dem Essen lichtete sich der Nebel und wir konnten bei Sonnenschein den Blick auf den Genfersee geniessen.
Das Hauptziel unserer Reise war jedoch nicht die Narzissen, nicht die Ausssicht und das gute Essen: Wir wollten Kirchen und Hotels im Jugendstil ansehen. Eine erste Kirche haben wir am Vormittag in Clarens gesehen, geschmückt mit Engeln, vermutlich im Stil von Art Deco. Die schönste der drei Kirchen war jedoch die anglikanische Kirche St. Michael und alle Engel in Caux. Es war eine Pracht all die Fenster und die geschnitzten Engel überall im Gebälk und beim Altar zu sehen. Das muss ein Vermögen gekostet haben, diese Kirche zu bauen. Ein englischer Mäzen, ein Gast im damals mondänen Palace von Caux, hat diesen Bau ermöglicht.
Danach besuchten wir noch die etwas bescheidenere katholische Kirche.
Eine weitere Überraschung war der Besuch des ehemaligen Palace von Caux, das damals grösste Hotel der Schweiz. Ich meinte, wir würden nur kurz die Ausstellung ansehen, die es über dieses Hotel gibt – aber wir wurden durch’s ganze Hotel geführt. Höhepunkt war die Besichtigung des Eckzimmers des Maharatschas von Baroda. Die Möbel, die Vorhänge, die Tapeten, alles war so, wie es damals war. Und auf dem Balkon konnten Schwindelfreie einen atemberaubenden Blick auf See und Berge geniessen.
Die Belle Epoque, der wir all das zu verdanken haben inklusive der beiden Kirchen in Caux, war nur von kurzer Dauer. Der erste Weltkrieg liess alles zusammenbrechen und nach dem zweiten Weltkrieg waren die Hotels in Caux fast baufällig. Flüchtlinge wurden nach dem Krieg im Hotel beherbergt. Die Gesellschaft zur moralischen Aufrüstung übernahm das Hotel. Heute finden hier Internationale Treffen statt. Es geht immer noch darum, in der Welt etwas Gutes zu bewirken. Heute nennt sich die Organisation «Initiative of Change».
Die Fotos an diesem Anlass schoss Fritz Brand und ich, Markus Zürcher, verfasste diesen Bericht, weil ich das Schreiben niemandem aufbürden wollte, der es nicht gerne von selbst tut.
Montreux und Caux
41 Bilder
Fotograf/-in Fritz Brand
41 Bilder
Bereitgestellt: 26.06.2019     Besuche: 74 Monat
 
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