Oekumenische Kampagne "Brot für alle" und "Fastenopfer"

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Gemeinsam für starke Frauen.
Gemeinsam für eine gerechte Welt.
Andreas Lüdi-Räth,
Kampagne 2019
Gemeinsam für starke Frauen
Gemeinsam für eine gerechte Welt

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50 Jahre ökumenische Zusammenarbeit, ein Rückblick
Vor 50 Jahren wurde der Grundstein für eine äusserst erfolgreiche Zusammenarbeit gelegt. Die beiden kirchlichen Hilfswerke «Fastenopfer» und «Brot für alle» – dazumal noch «Brot für Brüder» beschlossen, gemeinsam eine regelmässige Informations- und Sammelkampagne durchzuführen. So entstand die erste Ökumenische Kampagne im Jahr 1969. Die Zusammenarbeit intensivierte und vertiefte sich über die Jahre. Schliesslich stiess 1994 noch das Hilfswerk der christkatholischen Kirche, «Partner sein», dazu. Die Ökumenische Kampagne hat zum Ziel, die Öffentlichkeit für die Ungerechtigkeiten zu sensibilisieren, die weltweit für über 800 Millionen Menschen zu Hunger und Armut führen. Diese Realität zu erkennen, genügt jedoch nicht. Erst durch einen grundsätzlichen Wandel, den wir alle miteinander angehen müssen, gestalten wir eine bessere Welt. Deshalb zeigen die drei Werke Handlungsmöglichkeiten auf: Das eigene Konsumverhalten zu verändern, Menschen in Südprojekten mit einer Spende zu unterstützen oder sich an einer Aktion zu beteiligen – so wird die Ökumenische Kampagne zum Inbegriff der gelebten Solidarität.

Gemeinsam für starke Frauen – gemeinsam für eine gerechte Welt
Der Einsatz für Menschenrechte und Menschenwürde zieht sich wie ein roter Faden durch die Kampagnen der letzten Jahrzehnte. So auch in der Jubiläumskampagne 2019, wo die Stärkung der Rechte der Frauen das zentrale Anliegen ist. Frauen haben weltweit eine tragende Rolle in der Wirtschaft. Doch sie sind auf allen Entscheidungsebenen untervertreten, die Lohnungleichheit besteht weiterhin und der Beitrag der Frau wird zu wenig anerkannt. Deshalb stehen in der Ökumenischen Kampagne 2019 Frauen im Zentrum.

Viele Partnerorganisationen im globalen Süden berichten von katastrophalen Auswirkungen, die die Gewinnung von Rohstoffen – seien es mineralische wie Coltan für Smartphones, metallische wie beispielsweise Gold, aber auch agrarische, dazu gehören Soja, Zuckerrohr oder Palmöl, oder energetische wie Erdöl, Kohle, Wasserkraft durch transnationale Unternehmen – mit sich bringen. Diese Ausbeutung von natürlichen Ressourcen multinationaler Unternehmen hat für die Bevölkerung vieler Länder dramatische Folgen. Ihre Lebensgrundlagen werden gefährdet, es kommt zu Menschenrechtsverletzungen, Landraub und Verschmutzung des Wassers. Frauen sind in besonderer Weise betroffen, da sie die Verantwortung für das Wohlergehen der Familie tragen. Ohne Zugang zu Wasser und Land, ohne faire Arbeitsbedingungen ist dies ein schwieriges Unterfangen.

Doch auch Männer sind betroffen. Sie verlieren durch den Abbau oder die Produktion von Rohstoffen oft ihre Einkommensmöglichkeiten als Kleinbauern oder/und Kleinschürfer. In der Folge der fehlenden Verdienstmöglichkeiten sind sie gezwungen, in anderen Regionen Arbeit zu suchen und ihre Familie zu verlassen.

Die zurückbleibenden Frauen tragen dann die alleinige Verantwortung für die Familien: Sie erziehen die Kinder, pflegen die betagten Eltern und sind dafür verantwortlich, die Ernährung sicherzustellen. In Gegenden, in denen im grossen Stil Raubbau an der Erde betrieben wird, zerreissen oft soziale Netze, Gemeinschaften zerstreiten sich, werden gezielt gespalten. Nachbarschaften werden auseinandergerissen, weil Menschen umgesiedelt werden, da das Land für den Rohstoffabbau wertvoll ist. Das führt zum Zerfall sozialer Netze und sicherer Strukturen. Während die Menschen im Süden die sozialen, ökonomischen und ökologischen Folgen des Rohstoffabbaus tragen, fliessen die Gewinne in die Konzernzentralen in der Schweiz. Es braucht weltweit eine neue Priorisierung der Werte.

Doch immer mehr Frauen wehren sich – in Südafrika, der Demokratischen Republik Kongo, Sierra Leone, Kamerun, Liberia, Burkina Faso, Madagaskar, Kolumbien, Laos, den Philippinen oder im Senegal. Als mutige Akteurinnen setzten sie sich für ihre Rechte und Lebensgrundlagen ein. Sie kämpfen für eine Wirtschaft, die dem Leben dient, die Menschenrechte achtet und die Umwelt bewahrt. Sie engagieren sich für den notwendigen Wandel in der Gesellschaft. Sie organisieren sich und wehren sich gegen die negativen Auswirkungen der globalisierten Wirtschaft, ihre Arbeit,
ihr Engagement gilt es zu stärken und zu unterstützen, dafür setzen sich Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein gemeinsam ein.

Starke Frauen auch in der Bibel
Es gibt sie auch in der Bibel, die starken Frauen, die sich für ihre Rechte einsetzen und Wege finden zu einem befreiten und guten Leben für sich und andere. Die Kanaanäerin, die um die Heilung ihrer Tochter bittet (Mt 15,21ff.), und die hartnäckige Witwe (Lk 18,1ff.) gehören zu ihnen. Shifra und Pua (Ex 1,15–17), zwei Hebammen die mutig und weise versuchen, sich einer politischen Entscheidung des Pharao zu wiedersetzen.

Veranstaltungen in unserer Kirchgemeinde
Wir können zusammen den Gottesdienst zum Start der Ökumenischen Kampagne feiern, uns am Filmabend von Visionen anderer inspirieren lassen, im Fasten erfahren was Nahrung bedeutet, solidarisch mit den Benachteiligten Suppe essen, das Entwicklungsprojekt der Mission 21, Indien, bessere Bildungschancen für Mädchen und junge Frauen, der katholischen und reformierten Kirchgemeinden finanziell mittragen.

Für die Kommission OeME (Ökumene Mission Entwicklungszusammenarbeit)
Therese Bigler



Veranstaltungen zur oekumenischen Kampagne
Suppentag Trimstein
Samstag, 16. Februar 2019, ab 11.15 Uhr, Schulhaus Trimstein

Suppentag Tägertschi
Samstag, 9. März 2019, ab 11 Uhr, Schulhaus Tägertschi

Gottesdienst zur Eröffnung der oek. Kampagne BFA FO
Sonntag, 10. März 2019, 10.30 Uhr, kath. Kirche Münsingen

Gottesdienst mit SuppenSonntag Rubigen/Allmendingen
Sonntag, 17. März 2019, 10 Uhr und ab 11.15 Uhr, Kirche und Schärme Kleinhöchstetten

Fastenwoche
Freitag, 22. März 2019 - Freitag, 29. März 2019, täglich um 19 Uhr, kath. Pfarreizentrum Münsingen

Rosenverkauf
Samstag, 30. März 2019, 9 -12 Uhr, Münsingen

Suppentag Münsingen
Samstag, 30. März 2019, ab 11 Uhr, ref. Kirchgemeindehaus Münsingen

Filmabend
Mittwoch, 3. April 2019, 19.30 Uhr, ref. Kirchgemeindehaus Münsingen
Autor: Andreas Lüdi-Räth     Bereitgestellt: 04.03.2019     Besuche: 48 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch