Nachlese zum Seniorennachmittag vom 17. Oktober 2018

Tinu Heiniger Klarinette<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-muensingen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>226</div><div class='bid' style='display:none;'>2371</div><div class='usr' style='display:none;'>110</div>

In schönen Scharen sind sie gekommen, jene, welche wohl schon seit Jahrzehnten Freude am emmentalischen Lebensliebhabersänger Tinu Heiniger haben. Sie sollten ihr Kommen nicht bereuen. Ganz einfach wegen seiner Musik samt seinen Texten oder wegen seinen Texten samt seiner Musik oder noch besser: wegen Beidem zusammen.
Mark Lauper,

Er ist – wie schon immer – mit seinem Liedgut weit über das übliche Schubidubidubidua, über jedes zwar inbrünstig vorgetragene, aber eben doch gekünstelte Heimatklangbild hinausgegangen. Ich meine aus Liebe zur Heimat, zu dem Ort, wo Menschen frei und geborgen leben dürfen. Dabei hat er sich nie auf verkaufsträchtige Arrangements eingelassen, seinen eigenen Stil entwickelt und weiterentwickelt und vor allem: er ist sich und dem, was ihm wichtig ist, treu geblieben. Und das seit gut 45 Jahren. Im Leben allgemein, besonders aber im Kunst- und Musikgeschäft ist das eine Ewigkeit. Das gelingt fast nur auf zwei Arten: entweder tut man immer wieder überdurchschnittlich blöd oder man ist halt überdurchschnittlich gut. Für Beides gibt es Stammkundschaft. Tinu kennt die, welche an seine Konzert kommt und seine LP, CDs und manchmal sogar Bücher kauft.

Dem aufmerksamen Publikum dürfte einmal mehr aufgefallen sein, wie sich der Langnauer Sänger immer wieder auf die Suche nach dem Lebensfreundlichen macht: konsequent, aber nie stur. Das hat auch Auswirkungen auf seine Melodien und Texte. Sie sind m.E. irgendwie runder geworden, weniger aufgeregt, dafür gspüriger und darum wohl noch wirksamer. Das kommt auch in seinen persönlichen Texten zum Ausdruck. Nicht ohne ein leises Lächeln über sich selbst erzählt er aus dem eigenen Leben, liest Geschichten vor, aus deren Schichten Persönliches so perlt, dass es zum ebenso leisen, feinen Lächeln einlädt und man selber offen wird, spürbar bewegt mit Tinu zusammen Luegit vo Bärg u Tal anzustimmen. Schöner hätte der Seniorennachmittag kaum enden können.

ML, 22.10.18
Autor: Sandra Altherr     Bereitgestellt: 23.10.2018     Besuche: 38 Monat
 
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