5. Abendmusik
Als Abschluss der Abendmusikreihe 2018 spielen die Geigerin Anne-Catherine Gigy und der Lautenist Thorsten Bleich Werke aus Renaissance und Barock. Es ist kein Zufall, dass unter den Komponisten fast nur italienische Namen zu finden sind, war doch Italien das zentrale Land der Renaissance. Auch Johann Hieronymus Kapsberger war Italiener. Er hatte zwar einen deutschen Vater, war aber selbst in Venedig geboren.
Zum Programm schreibt Anne-Catherine Gigy:
Caroline Marti,
Am Ende des 16. Jahrhunderts findet die Geige, die bis dahin nur in populärer Tanzmusik – also nur mündlich weitergegeben – benutzt war, dank Komponisten wie Gabrieli und Monteverdi, ihren Weg in die Kirchenmusik. Es sind natürlich die Geiger selbst, die die ersten weltlichen Werke für ihr eigenes Instrument schreiben werden: Canzonen oder Sonatas, je nachdem ob sie dem alten oder modernen Stil der Musik verbunden waren. So nimmt die Geige tatkräftig an der Veränderung des musikalischen Geschmacks der Zeit teil: der Entwicklung der Monodie und der Einführung des Basso Continuo.
Das heutige Programm widmet sich dieser Übergangszeit zwischen Renaissance und der Barockzeit, dem Frühbarock. Ein Repertoire, das lange in der Dunkelheit geschlummert hat, bis zur Wiederbelebung der Historischen Spieltechniken des Instruments, die ihm erlaubten wieder ans Licht zu finden…
Anne-Catherine Gygi begann mit R. Elmiger Geige zu studieren und erlangte das Unterrichtdiplom bei P. Genêt und das Konzertreifediplom bei K. Turpie. Sie unterrichtet am Freiburger Konservatorium. Sie spielt in verschiedenen Ensembles, gegenwärtig im ConTrasTrio und dem Freiburger Kammerorchester. Seit 2004 interessiert sie sich aktiv für die Barockgeigenpraxis. Sie erweiterte ihre Kenntnisse bei Claudia Hoffmann in Freiburg-in-Breisgau. In Deutschland spielt sie innerhalb verschiedener Ensembles.
Thorsten Bleich studierte Gitarre an der Musikhochschule Trossingen, bevor er sich auf eine Ausbildung mit alten Instrumenten, Lauten, Theorben und historischer Gitarre, an der Akademie für alte Musik Bremen bei Stephen Stubbs, an den Musikhochschulen Trossingen bei Prof. Rolf Lislevand und Köln bei Prof. Konrad Junghänel konzentrierte. Inzwischen konzertiert er sowohl als Solist als auch als Begleiter in ganz Europa. Zahlreiche CD-Produktionen, von denen die neusten eine Marais CD mit dem Gambisten Gerald Stempfel, sowie eine mit englischen Liedern des 16. Jahrhunderts mit dem Bass Jens Hamann sind.
Sonntag, 9. September 2018 um 17 Uhr, reformierte Kirche Münsingen