Caroline Marti

3. Abendmusik

Meine Bilder (Foto: Tobias Batt)

Barock, Romantik und das 20. Jahrhundert mit dem Widerstand von Regierungen gegen Kunstschaffende – zu hören in der dritten Abendmusik. Bernhard Maurer, Cello und Caroline Marti, Orgel spielen Werke von Johann Sebastian Bach, dem wenig bekannten Romantiker Oskar Wermann, von Paul Hindemith und Arvo Pärt.
Caroline Marti,
Arvo Pärt ist in Estland geboren, wo er auch heute wieder lebt. Zwischenzeitlich emigrierte er auf Druck der sowjetischen Regierung nach Wien und lebte auch einige Jahre in Berlin. In frühen Jahren war seine Musik von Schostakowitsch und Prokofjew, aber auch von der Zwölftontechnik beeinflusst. Während einer langen schöpferischen Pause in den 1960er Jahren befasste er sich intensiv mit der Gregorianik und der Renaissance-musik. Seither ist seine Musik geprägt von einer spirituellen Haltung und einer Reduktion des Klangmaterials auf das absolut Wesentliche. Bestimmend sind dabei Dur- und Molldreiklänge. 1977 schrieb Pärt das Stück «Fratres» zuerst ohne spezifische Instrumentenangabe. Später gab er es in verschiedensten Instrumentierungen heraus. Es sind Variationen über ein sechstaktiges Thema, welche hektische Aktivität mit erhabener Ruhe verbinden, womit Pärt ausdrückt, dass «der Augenblick und die Ewigkeit in uns kämpfen».
Die Trauermusik von Paul Hindemith (Original für Viola und Orchester) wurde am 21. Januar 1936 in London, einen Tag nach dem Tode König Georg V von England, geschrieben und vom englischen Rundfunk am 22. Januar in einem Gedächtniskonzert zum ersten Mal aufgeführt, wobei der Komponist den Solopart spielte. Im deutschen Rundfunk wurde bereits 1934 ein Sendeverbot über die Werke Hindemiths verhängt, denn sie galten bei NS-Anhängern als «Kulturbolschewismus» oder «entartete Kunst».
Bernhard Maurer, aufgewachsen in Münsingen, studierte Cello an den Hochschulen in Bern, Berlin und Basel. Während einiger Jahre spielte er als Cellist im Berner Symphonieorchester, später unterrichtete er u.a. an der Schola Cantorum Basiliensis, der Hochschule für Alte Musik in Basel. Während 20 Jahren war er als Mitgründer Cellist und künstlerischer Leiter des Barockensembles «Die Freitagsakademie». Heute ist er als freischaffender Musiker und Kursleiter tätig und unterrichtet Cello an der Musikschule Köniz und Barockcello am Konsi Bern.
Caroline Marti studierte Orgel und Chorleitung an den Hochschulen in Bern und Zürich. Als Organistin in Münsingen widmet sie sich vor allem dem liturgischen Orgelspiel. Es ist ihr ein grosses Anliegen, dass Wort und Musik sich im Gottesdienst ergänzen. Dies gibt sie auch im Unterricht weiter. Seit mehreren Jahren leitet sie den Kirchenchor Wichtrach.

Sonntag, 1. Juli 2018 um 17 Uhr, reformierte Kirche Münsingen
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Bereitgestellt: 12.06.2018