Generationenbogen

DSC_3375<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-muensingen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>304</div><div class='bid' style='display:none;'>2237</div><div class='usr' style='display:none;'>110</div>

Die reformierte Kirchgemeinde Münsingen weiss in ihrem Unterwegsseins um die Bedeutung des sogenannten Generationenbogens. Will heissen: Alt und Jung, Jung und Alt gehören zwar nicht immer, aber schliesslich eben doch zusammen, haben einander nötig und brauchen einander. Soweit die Theorie.
Mark Lauper,
Diese ruft bekanntlich nach Praxis. Etwas davon präsentieren die hier aufgeschalteten Fotos. Sie dokumentieren wesentliche Stationen eines gemeinsamen Weges, den die Konfirmandenklasse 9b (Konfirmation am 21.5.17) zusammen mit Mitgliedern des Münsinger Generationentheaters 50+ in Begleitung der Katechetin in Ausbildung, Frau J. Altermatt und von Pfarrer M. Lauper beschritten hat. Weghilfe sind dabei unsere Tagebuchnotizen. Sie mögen so gemeinsames Suchen und Finden abbilden. Gefunden haben wir übrigens Allerhand: beispielsweise die heutige Bedeutung des Fünften Gebotes (Ehre Vater und Mutter) und vor allem: den Weg zueinander.
Ziel dieses Weges: Alt und Jung, Jung und Alt führen ein gemeinsam erarbeitetes Theater in der Aula des Schlossmatt Schulhauses vor zahlreich erschienenem Publikum auf. Konzentriert und doch locker genug um lebendig zu vermitteln, worum es eigentlich geht: um die Sache eines Generationenvertrages, welcher um die grundlegende Bedeutung des gegenseitigen Respektes weiss. Dass diese Grundhaltung möglich ist, hat uns der gemeinsame Weg erfahren lassen. Es ist halt schon so: wir brauchen einander, nicht immer gleich, aber eben doch ein Leben lang.

Gerne zeigen wir an dieser Stelle Szenen des gemeinsamen, generationenübergreifenden Weges; Aufnahmen wie sie der Münsinger Fotograf Fritz Brand unterwegs gemacht hat.


Tagebuchnotizen der Konfirmandinnen und Konfirmanden

26.8.2016 Jil+Sarah
Wir haben uns kennengelernt: Klasse und GT50+. Heute haben wir ebenfalls die Zehn Gebote angeschaut und zum Teil besprochen. Speziell zum fünften Gebot «Ehre Mutter und Vater» haben wir einige Stichworte aufgeschrieben.

2.9.16 Luzian
Als Erstes haben wir die Fotos, welche um die 1.Klasse herum entstanden sind, den entsprechenden Personen zugeordnet. Wir haben noch das Lied «Human» angeschaut, es übersetzt und uns ein paar Gedanken zum Gebot «Ehre Mutter und Vater» gemacht, dann Arbeitsgruppen fürs kommende Theater gebildet.

16.9.16 Joana
Wiederholung der 10 Gebote, gemeinsames Unser Vater. Später den Song Human gesungen. Danach in die Gruppen der Szenen zurück (Antike, Mittelalter, Neuzeit). Zum Schluss alle Ideen zusammen angeschaut und kurz besprochen. Polaroid-Fotos zum Einkleben.

21.10.16 Christian
Wir haben zum Anfang das Lied Human versuchsweise angestimmt, Dann haben wir uns in unseren bisherigen Gruppen zusammengefunden. Da haben wir Unser Thema in Szenen geteilt, Personen und Charaktere bestimmt und besprochen.

28.10.16 Alessio
Heute schauten wir die 10 Gebote an, die Einige teilweise auswendig konnten. Später wurde gesungen (Human, Rag’n Bone Man). Wir haben die Szenen und Rollen bestimmt, damit wir uns einen Überblick verschaffen konnten.

13.1.17 Alisha
Zum Einstieg die «Bhaltis», nämlich «Unser Vater»-Gebet und «Zehn Gebote». Anstimmen von Rag’n Bone Man (Human), «Ramseyers wei go grase» sowie Anhören von Stiller Has «Böses Alter». Arbeit am Grobdrehbuch unserer drei Szenen: frühe Antike, Mittelalter, Neuzeit. Es geht darum, einen roten Faden für eine bestimmte Szene zu spinnen und die unterschiedlichen Charakterrollen sich gedanklich vor Augen zu halten.

20.1.17 Sara
«Unser» Fotograf Fritz Brand war da und machte während unserer Arbeit laufend Aufnahmen. Heute versuchten wir Human ohne elektronische Mithilfe anzustimmen. Zudem hören wir uns nochmals den Stiller Has mit seinem Böses Alter. Dann geht’s ans Ausarbeiten der verschiedenen Szenen. Zwei Gruppen spielen zum Schluss kurz eine Szene an.

3.2.17 Maurus
Zuerst sangen wir das Lied Human und probten es auf neue Weise – wir stellten uns eine Gruppe vis-à-vis der anderen auf. Das hat dem Sound gut getan. Danach schauten wir die noch nie angespielte Szene zur Neuzeit an. Dabei gab die Regisseurin Elisa Macal hilfreiche Anweisungen. Anschliessend spielten wir den ganzen Ablauf mal durch, allerdings ohne die Arena anzuspielen. Am Ende durften wir noch unser Konfbild auswählen.

17.2.17 Jil
Eingangs haben wir wichtige Fragen geklärt: Weiteres Vorgehen, Arbeitsweise: Improvisieren auf Grund einer bestimmten Rolle oder Spiel gemäss fixer Textvorlage? Es soll beides möglich sein, allerdings müssen sich die Gruppen für ein bestimmtes «Modell» entscheiden. Dann haben wir noch das Lied angeschaut und die Singeinsätze bestimmt. Zuletzt gab’s eine Sammlung von Wünschen zum möglichen Thema für die Konfirmationsfeier. Hier zeigt sich eine eindeutige Richtung an: rund um die Zeit (Erinnerung, Gegenwart und Zukunft).

10.3.17 Joana
Eiserne Ration, d.h. Zehn Gebote und Unser Vater repetieren. Und die obligate Frage nach dem, was wir soeben zu Mittag gegessen haben...
Spontaneinfälle zum Themendreieck Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft = Zeit für die Konfirmationsfeier. Stichworte dazu wären: Zeit gibt es immer; kann auch einen bestimmten Lebensabschnitt meinen (z.B. Kindheit); ist manchmal lang, manchmal kurz – kommt darauf an, was in dieser Zeit passiert; Zeit ist unkäuflich; gibt Raum für existentielle Fragen.
Zudem: Ordli Human trainiert, mit Metronom und Klatschen dazu.

17.3.17 Gioia
Das Theater-Lied (Human, Rag’n bone Man) braucht noch Proben. Heute ohne Metronom, mit Klatschen (Alessio solo). Zudem werden die Rollen für die Arena verteilt. Vier Mutige wagen sich vor. Die Andern helfen mit bei der Ausarbeitung der Rollen. Zum Schluss präsentieren die Gruppen ihre Arbeit.

24.3. 17 Joana
Zum Einstieg wieder mal kurz eine Kontrolle der Gottesdienstbesuche (9x auf drei Jahre verteilt). Einzelne haben das «Soll» seit längerer Zeit erfüllt. Andere arbeiten noch dran...
Weil es nicht mehr lange bis zur Ostern geht: was ist das, Passionszeit? Fastenzeit? Ja, was eigentlich Christsein in dieser Welt? Kurzformel: der Betrug und der Tod haben nicht das letzte Wort! Gott zeigt uns das im Leben von Jesus aus Nazareth. Wir schauen kurz, was mit der Konfirmation verbunden ist. Stichwort: TAAZ. T=Taufe. Wir bestätigen, dass uns am Getauftsein liegt. A=Abschluss. Wir haben die KUW erfolgreich durchgehalten und abgeschlossen. A=Aufnahme. Wir sind religiös mündig. Z=Zuspruch. Wir sollen und dürfen spüren, dass wir willkommen sind. Das alles ist uns ein gemeinsames Fest wert. Der Jugendarbeiter Pierino Niklaus stellt sich uns kurz vor. Er bietet ein Suprise-Lager an. Wir überlegen uns das bis in die Konflager-Tage.

26.4.17 Joana
Konfirmanden-Tage vom 26. bis 28. April im Pfarreizentrum Münsingen. Wir gehen die Konfirmationsfeier an. Zuerst werden allgemeine Informationen bekanntgegeben: Ämtliregelung, Bezahlung, Ablauf des Tages. Ychehr in der Kirche. Atemübungen und Gedanken zur Sache mit der Zeit. Zuletzt eine Gitarrenfanatsie. Dann Vorbereitungsarbeit zur Konfirmationsfeier. Was ist eigentlich diese Feier ? (vgl. 24.3.). Wir wählten das Thema ZEIT. Zusatzidee: Dankesbrief an die Eltern und Übergabe einer Rose. Vorstellung der Gruppenarbeit: Gedankensplitter zum Thema ZEIT, zudem: wir stellen einander vor – auch bezüglich der Berufsabsichten. Am Abend gehen wir nach Bern in den Adventure Room. Wir teilen uns in drei Gruppen auf. Niemand konnte das Rätsel lösen, lustig war es trotzdem.

27.4.17 Alisha
Als erstes Ychehr in der Kirche mit Gitarrenmusik und Geschichte (Momo). Vertiefungsarbeit für das Generationentheater. Üben vor Ort, einmal in der Gesamtschau, inklusive Arena. Zmittag Spaghetti bolognese.

28.4.17 Alyssa
Ychehr in der Kirche, wieder mit Atemübung, dann gemeinsames Frühstück. Einüben des Liedes Human – jetzt mit eingespielter Begleitung. Vertieftes Einüben des Theaterstückes. Zum Zmittag: Kartoffelstock mit Pouletgeschnetzeltem. Nachmittag: Durchspiel (allerdings ohne Arena). Aufräumen und putzen, dann Schlussfeier in der Kirche.
Autor: Sandra Altherr     Bereitgestellt: 14.09.2017     Besuche: 24 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch