Männerausflug 2017: Nasser als es die Polizei erlaubt

2 Schloss Heidegg<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-muensingen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>299</div><div class='bid' style='display:none;'>2221</div><div class='usr' style='display:none;'>83</div>

«Mittags zwölf Uhr, als die Sonne hoch stand und heiss herniederbrannte, ordneten sich die beiden Heere zur Schlacht.» Das steht in einem Geschichtsbuch geschrieben über die Schlacht bei Sempach am 9. Juli 1386.
631 Jahre und einen Monat später, als ein halbes hundert Männer im Rahmen des Männerausfluges der Reformierten Kirchgemeinde Münsingen nicht hoch zu Ross und gepanzert, sondern aus einem modernen Car beim Schlachtgelände eintrafen, war es kühl, und von der hochstehenden Sonne tropfte es gewaltig auf die Regenschirme.
Kurt Aeschimann,
Das garstige Wetter an dieser jährlichen Reise tat der Stimmung keinen Abbruch. Schliesslich hatten Sozialdiakon Heinz Käser und Markus Hochuli als Reiseleiter ein interessantes wetterunabhängiges Programm in petto und Carbesitzer Martin Surber konnte bereits fünf Finger aufstrecken für ebenso viele Fahrten für die Münsinger. Nach Kaffee und Gipfeli im Angesicht der Schlachtkapelle gings zügig zum Schloss Heidegg im Luzerner Seetal, wo mit einer Tonbildschau der 900-jährige Herrensitz vorgestellt wurde. Im heutigen Schlossturm verbirgt sich das älteste bekannte Wohngebäude auf Luzerner Boden, ein Steinhaus von 1192. Es wurde kurz darauf zu einem romanischen Wohnturm erweitert und im 15./16. Jahrhundert zum gelegentlich bewohnten Landsitz umgebaut. Heidegg über dem grossen Rebberg und dem Baldeggersee gehört dem Kanton Luzern. Rosengarten, der Sieben-Brüggli-Weg durchs romantische Burgtobel und die Allee mit Rastplätzen und Spielanlage machen Schloss und Park Heidegg zum beliebten Ausflugs- und Naherholungsort.

Wo die Zukunft der Polizei beginnt

Auch nach dem Mittagessen auf dem Lindenberg im Restaurant Horben konnten die Sonnenbrillen nicht montiert werden. Und die Sonnencreme mit dem Schutzfaktor 50 blieb in der Tube. Etwas nasser als es die Polizei erlaubt, wechselte man daher von der Romantik in die harte Gegenwart zur Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch (IPH). Sie ist die Ausbildungspartnerin der Polizeikorps der Zentral- und Nordwestschweiz (AG, BE, BL, BS, LU, NW, OW, SZ, SO, UR und ZG) und ein regional tätiges Seminarzentrum. Als eine grosse und wichtige Aus- und Weiterbildungsstätte der Polizei hat sie sich zum Ziel gesetzt, ein realitätsnahes und ethisch korrektes polizeiliches Berufsbild zu vermitteln. In Hitzkirch werden jährlich rund 300 Aspirantinnen und Aspiranten auf ihre künftigen Aufgaben als Polizistin und Polizist vorbereitet. «Die IPH Hitzkirch ist ein Dienstleistungszentrum mit Menschen, die zielorientiert, professionell, fair und partnerschaftlich handelt und dabei ihre Leistungsfähigkeit, ihre Kompetenz und ihr Qualitätsbewusstsein einsetzen», so ein Originalbeschrieb. Sie ist das Aus- und Weiterbildungszentrum der elf Konkordatskantone.

In Hitzkirch kann realitätsnah in Wohnungen und auf Plätzen wie Hallen der Polizeieinsatz 1:1 geübt werden. Entsprechend sind Material, Geräte, Fahrzeuge und persönliche Ausrüstung vorhanden. So ist gewährleistet, dass alle Polizeikorps einheitlich ausgebildet werden, in der Gruppe treffen auch verschiedene Mentalitäten aufeinander mit verschiedenen Bedürfnissen. Die Anforderungen sind gross, die Ausbildung sehr breit, wie Urs Winzenried, jahrzehntelang im Polizeidienst auf höchster Ebene tätig in einer Präsentation den Mannen aus dem Bernbiet erläuterte.

Nach dem obligaten Kaffee und Kuchen am Mauensee kurvte der Car durchs Emmental dem zum mittlerweile regenfreien Münsingen zurück.
Autor: Heinz Käser     Bereitgestellt: 16.08.2017     Besuche: 21 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch