Ferien 60plus vom 23. bis 30. Juni 2016 in Davos

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Aufsteigen – durchatmen und den Weitblick geniessen: dies war der Leitgedanke unserer diesjährigen Ferienwoche.
Eve Jung,
Am 23. Juni fuhren mit dem Car von Bürki-Reisen durchs Entlebuch nach Gisikon. Im Restaurant Tell – einer fast 170-jährigen Zollstation mit Wirtschaft - machten wir eine Mittagsrast. Unsere Chauffeuse Michèle Löser fuhr uns mit ausgeglichenem Fahrstil weiter bis Davos. Im Sunstar Alpine Hotel wurden wir vom Hoteldirektor persönlich begrüsst und konnten die grosszügigen Zimmer beziehen. Die ganze Woche wurden wir kulinarisch verwöhnt: am ersten Abend mit einem riesigen Dessertbuffet und am Morgen jeweils mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Auf all unsere Wünsche wurde eingegangen, und wir hatten mehr als genug zu essen.
Gemäss unserem Motto haben wir bereits am Anreisetag gut 1000 Höhenmeter überwunden. Davos liegt auf 1560mü.M. Davos ist bekannt als Luftkurort, und wir atmeten immer wieder tief die reine und frische Luft ein.
Am Freitag unternahmen wir einen gemeinsamen Ausflug an den Davosersee. Je nach Kondition spazierten wir am See entlang, um den ganzen See herum oder sogar bis zur Alp Drusatscha hinauf. Im alkoholfreien SeeCafé Seebüel assen wir zu Mittag. Als die Serviertochter kam und fragte, was wir gerne trinken möchten, bestellte jemand aus unserer Gruppe: „Ich möchte gerne Mineralwasser mit Alkohol.“
Am Samstag machten wir uns mit Rucksack und Regenschutz auf, um den GWunderwald in Davos zu erkunden. Je nach Befinden machten wir einen „Sternmarsch“. Der Ausgangspunkt der drei Gruppen war verschieden, wir wollten uns zur Mittagsrast treffen. Es kam dann ein bisschen anders: Obschon sämtliche Wetterprognosen den Regen auf den Abend vorhergesagt hatten, kam bereits am Mittag starker Wind und kurz darauf Regen auf. So beeilten wir uns, ins Trockene zu kommen. Da Eve Jung in weiser Voraussicht mit allem gerechnet hatte, war ein grosses Festzelt aufgebaut worden, und wir stärkten uns bei einem Kaffee oder Tee. In Wirklichkeit war es nicht ganz so: An diesem Tag fand ein 24-Stunden-Velorennen statt, und das Zelt lag gerade günstig für uns. Als dann eine Gruppe Velofahrer nass und schmutzig an uns vorbeifuhr, meinte jemand: „I wett nid, i müesst!“
Mit dem Weitblick geniessen, mussten wir uns noch etwas gedulden: Am Sonntag besuchten wir in der reformierten Kirche St. Johann am Davos Platz ein Bach-Kantaten-Konzert, und die Mesmerin machte im Anschluss eine Führung. Die wunderschönen Glasfenster von Augusto Giacometti aus dem Bergell, dem wohl bekanntesten Bündner Glaskünstler, stellen das künftige Paradies dar.
Am Montag war dann die eine Gruppe zuerst im Walserdorf Monstein. Das Postauto hat in Monstein sehr wenig Platz zum Wenden. Es fährt mit dem Hinterrad bis an die Kante des Parkplatzes und der Hinterteil des Postautos schaut dann über den Abgrund. So wagten wir es nicht, ganz hinten ins Postauto zu sitzen aus Angst, es könnte sonst das Gleichgewicht verlieren und nach hinten wegkippen. Im Anschluss fuhr diese Gruppe mit der Gondel aufs Rhinerhorn. Sie erlebte wahrhaftig den Bergfrühling und die Leute kamen mit glücklichen Gesichtern zurück ins Hotel.
Den Höhepunkt erlebten wir am Dienstag: Wir wurden mit Ross und Wagen vor dem Hotel abgeholt. Gemütlich und bei schönstem Sonnenschein ging es ins wildromantische Sertigtäli. Der Sertigbach plätscherte randvoll, reinweiss und munter die meiste Zeit neben der Strasse das Tal hinunter. Wir hatten uns schon die ganze Woche in der Kunst der Langsamkeit geübt, und so genossen wir die fast zweistündige Fahrt mit den Kutschen aus vollster Seele. Nach den traditionellen Bündner Capuns (ein Gericht aus Salsiz, Mehl, Brot und Krautstielen) waren wir wieder zu Fuss unterwegs und genossen den Bergfrühling.
Am Weitblick erfreuten wir uns am Mittwoch: Mit der Standseilbahn fuhren wir 300m in die Höhe auf die Schatzalp – oder „den Zauberberg“ nach einem Roman von Thomas Mann. Nach dem Mittagessen erkundeten wir auf eigene Faust oder mit einer Führung den Alpengarten – das Alpinum. Wir konnten uns kaum satt sehen an den Pflanzen aus der ganzen Welt, welche hier eine neue Heimat gefunden haben. Der Chefgärtner erzählte, wie er Pflanzen im Tibet, im Himalaja oder in Südafrika erforscht und manchmal jahrelang auf eine Genehmigung warten muss, um sie mit nach Davos importieren zu dürfen. Wir lernten etwas über die Giftigkeit von Pflanzen und auch, weshalb einige Pflanzen sich einfach nicht wohl fühlen können in unseren Gärten.
Viel zu schnell gingen diese abwechslungsreichen und eindrücklichen Ferien zu Ende. Mit einer Drei-Pässe-Fahrt über den Wolfgang, den Oberalp und den Susten hatten wir noch einmal ein Highlight zum Abschluss. Den Rucksack voller Erlebnisse und Eindrücke kamen wir wohlbehalten in Münsingen an.
Ein ganz herzliches Dankeschön an all die Helfenden und an alle Teilnehmenden für die wunderbare Ferienwoche in Davos.
Eve Jung, Sozialdiakonin

ERLEBNISBERICHT:
Rund um Davos-Frauenkirchen führt der Naturlehrpfad „Gwunderwald“.
Auf kürzeren (400 m) und längeren (2,5 km) Wegen sind Posten zu verschiedensten Natur- und Lebensthemen anschauliche und mit gut verständlichen Informationen aufgebaut, zum Beispiel zum Thema Waldameisen, Bienen, Wildtierspuren, Jagd, Fische, Schutzwald, Landwirtschaft, Lebensräume und andere mehr.
Manschen dieser interessanten Orte begegneten wir vor allem am Samstag. In Erinnerung bleibt bei einigen von den Ferienteilnehmenden vielleicht eher der starke Regen, der uns - entgegen der Vorhersage des Hoteliers, statt erst um fünf Uhr abends bereits am Mittag erreichte. Auch die Biker, die ihr Rennen genau in unserem Wandergebiet austrugen bleiben in lebhafter Erinnerung. Froh waren wir über ihre Festhütte, in welcher wir für eine gewisse Zeit Unterschlupf fanden.
Ein Posten des „Gwunderwald“ - er heisst „Erholungsoase“ - welchem wir in der Wandergruppe am darauffolgenden Montag begegneten, lud zur Ruhe ein und regte mit folgenden Fragen zum Nachdenken an:

WUSSTEST DU DASS…..
…es sich lohnt, über einige Weisheiten nachzudenken?
• Man sollte auch an Wochentagen ein paar Augenblicke Sonntag sein lassen.
• Gelassenheit ist häufig der Schlüssel zum Glück.
• Es gibt Wichtegeres im Leben, als nur sein Tempo zu beschleunigen.
• Die Zeit ist ein so kostbares Gut, dass man sie nicht einmal mit Geld kaufen kann.
• Das Schöne wirkt entspannend, ohne zu langweilen.
• Es gibt nichts, wofür man Zeit findet. Wenn man Zeit haben möchte, muss man sich welche schaffen.
• Nimm dir Zeit. Ein Acker, der ausruhen konnte, liefert prächtige Ernte.
• Wer langsam schlendert, sieht am meisten von der Landschaft.
• Suchst du eine helfende Hand, findest du sie am Ende deiner Arme.
• Durch die Dunkelheit lernen wir die Helligkeit kennen.
• Wo gesunde Gedanken gehegt werden, ist man der Heilung nahe.
• Dornen und Disteln stechen sehr, falsche Zungen noch viel mehr.
• Der Gierige wird nie satt.
• Denen, die der Ruhe pflegen, kommen manche ungelegen.
Hans Rentsch

BERICHT EINER TEILNEHMERIN
In grosser Dankbarkeit blicken wir auf eine vielseitige, schöne Ferienwoche in Davos zurück. Alle konnten alles mitmachen, je nach Kondition. Dies wurde ermöglicht durch umsichtige Planung und grossem Einfühlungsvermögen durch umsichtige Planung und grossem Einfühlungsvermögen durch die Verantwortlichen durch die Verantwortlichen der Tagesprogramme. Ein grosser Dank an alle für deren Einsatz.
Wir wurden im Hotel gut betreut und gross war unsere Freude über die Hin- und Rückreise, die sehr angenehm war und beide Male über eine andere Route verlief.
Der schönste Tag war wohl der Ausflug mit den Kutschen ins Sertigtal. Bei strahlendem Sonnenschein den Bergfrühling erleben zu dürfen ist wie ein Blick in die Schöpfung – eine tiefgehende Erfahrung. Dafür sind wir von Herzen dankbar.
D. und E. Spring



Bereitgestellt: 18.07.2016    
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch