Rückblick auf den Ferien(s)pass 2019

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Das diesjährige Sommerangebot für über sechszig Jährige führte uns zuerst nach Luzern, anschliessend nach Basel und für mehrere Tage in den Tessin.
Der Anlass am 1. August war sehr gut besucht und der traditionelle Abschluss bildete der Männerausflug.
Eve Jung,
Am 22. Mai 2019 fand die gut besuchte Informationsveranstaltung zum diesjährigen Sommerangebot der Kirchgemeinde statt.

DER ERSTE TAGESAUSFLUG FÜHRTE UNS VOM PANORAMA KUNSTWERK BIS ZUM ALPENPANORAMA
DAS BOURBAKI PANORAMA ZEIGT EIN STÜCK GELEBTE SOLIDARITÄT DER NOCH JUNGEN SCHWEIZ
Wir fuhren mit dem Carunternehmen Zwahlen zuerst nach Oberdiessbach, weil das Fahrzeug seltsame Geräusche machte. Hier wechselten wir das Gefährt und fuhren mit einem ganz neuen Car durchs Entlebuch nach Luzern. Unterwegs fiel mir auf wie wenig Wasser die Emme führte. Anscheinend hatte es bisher wenig Regen gegeben in diesem sehr warmen und trockenen Sommer. In Luzern stärkten wir uns mit Kaffee und Gipfeli, bevor wir in zwei parallelen Führungen das Bourbaki Panorama und das Bourbakimuseum erkundeten.
Das Bourbaki Panorama Luzern – ein europäisches Kulturdenkmal – erinnert an die Internierung von 87’000 französischen Soldaten, die im Winter 1871 in der Schweiz Zuflucht fanden. Eine packende Geschichte, die der Maler Edouard Castres 1881 auf dem 112×10 Meter (zu-nächst 112x14 Meter) grossen Rundbild erzählt. Auf diesem riesigen Rundbild hat der Maler Edouard Castres zusammen mit einem Team – darunter auch Ferdinand Hodler – ein prägendes Ereignis der Schweizer Geschichte verewigt – eine geschlagene französische Armee flieht im strengen Winter 1871 in die Schweiz und wird in einem bemerkenswerten Akt der Solidarität gerettet. Dies hat auch dem damals eben erst gegründeten Roten Kreuz zu Bekanntheit verholfen.
Nach der interessanten Führung wurden wir mit dem Car abgeholt und schifften in Luzern ein. Der Hunger machte sich langsam bemerkbar und wir genossen das feine Mittagessen auf dem Schiff. Wie im Flug verging der Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein. In Flüelen erwartete uns bereits wieder unser Carchauffeur und wir fuhren via Brünigpass, Brienzer- und Thunersee zurück nach Münsingen. Dankbar für den wunderbaren Tag, verabschiedeten sich alle Teilnehmenden und gingen in unterschiedliche Richtungen nach Hause.

DER ZWEITE TAGESAUSFLUG VERANSCHAULICHTE DEN WEG VOM PAPIER ZUM BUCH
AUSGESTORBENE ODER SELTEN GEWORDENE HANDWERKSTECHNIKEN WERDEN MIT ORIGINALEN MASCHINEN IN DER PAPIERMÜHLE IN BASEL GEZEIGT.
Wir trafen uns beim Bahnhof Münsingen und fuhren mit dem „Lötschberger“ nach Bern. In Bern stiegen wir in den Schnellzug nach Basel um. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Tram und einem beschaulichen Spaziergang über und entlang des Rheins befanden wir uns plötzlich im mittelalterlich anmutenden Stadtteil St. Alban in Basel. Enge Gässchen, gepflegte alte Häuser und Beschaulichkeit umgab uns. Man fühlte sich in der Zeit zurückversetzt. Vorerst suchten wir Schatten im Garten des zur Papiermühle zugehörenden Restaurants. Das feine Mittagessen mundete und kaum hatten wir fertig gegessen, war unsere Führerin zur Stelle und führte uns durchs Museum.
Im Gebäude der mittelalterlichen Papiermühle in Basel führt die Ausstellung über vier Stockwerke durch die Geschichte des Papiers, der Schrift und des Schreibens, weiter über den Schriftguss und Buchdruck bis hin zum fertigen Buch. Das Museum zeigt in einer beachtenswerten Sammlung zum Teil über tausend Jahre alte Raritäten. Ausstellungen wechseln mit authentischen Werkstätten ab, in denen auf alten Maschinen produziert wird und Besucher Gelegenheit haben, selber auszuprobieren. Manchen kamen wehmütige Erinnerungen an die eigene Berufszeit, wo selber gedruckt und gelayoutet wurde. Manch Wunderliches vernahmen wir, wie zum Beispiel, was es mit dem Gewerbe der Lumpensammler auf sich hatte. Nach der Führung wurden wir dann selber aktiv und wir schöpften Papier, versuchten mit der Gänsefeder zu schreiben, widmeten uns dem Marmorieren, druckten im Sieb und prägten Papier. Manche konnten sich im Shop der Papiermühle kaum satt sehen an den wunderbaren Papieren, Büchern, Schreibwerkzeugen, und und und….
Gemütlich und satt von den vielen Eindrücken machten wir uns auf den Heimweg mit Tram und Zug.

EINE BOTANISCHE WELTREISE, VOGELSCHAU, BERG DER WAHRHEIT: SO LAUTETE DER TITEL EINER DREITÄGIGEN REISE IN DEN TESSIN, NACH LOCARNO
IN DER SONNENSTUBE LÄSST ES SICH GUT LEBEN: BESCHAULICHE ANREISE, KLEINES HOTEL, FEINES ESSEN, AUSFLÜGE
Vor acht Uhr morgens fuhren wir mit dem Lötschberger bis Domodossola und durchs Centovalli nach Locarno. Die beschauliche Reise dauerte länger, da der Zug verspätet ankam, so verpassten wir auch den Bus. Da unser Gepäck vom Garten Hotel Dellavalle abgeholt wurde, machten wir uns zuversichtlich zu Fuss auf den Weg zum Tertianum Al Lido um dort zu Mittag zu essen. Wir hatten die Hitze unterschätzt und waren sehr froh, im klimatisierten Restaurant anzukommen. Am Nachmittag machten wir uns gestärkt auf den Weg zur Falconeria. Die Darbietung mit Greifvögeln und als Zugabe mit Pferd und Wölfen war sehr beeindruckend. Die Geduld und Liebe sowie das grosse Wissen von den Dressuranden beeindruckt mich auch im Nachhinein. Am Abend war unser Gepäck bereits in den Zimmern. Der Hotelier, Herr Zimmermann, kümmerte sich persönlich um uns, half mit beim Servieren des Abendessens und hatte ein offenes Ohr für unsere Anliegen.
Nach dem Abendessen besprachen wir das Programm des folgenden Tages und wer wollte, konnte einer Erzählung von Peter Imhof über das Sensegebiet lauschen.
Am Dienstag machten wir einen Ausflug per Schiff auf die Isole di Brissago. Die Sonne verwöhnte uns fast im Übermass und trotz der sehr gepflegten Anlage und interessanten Flora, waren wir froh um den Schatten im Restaurant. Nach dem Mittagessen schifften wir wieder ein und einige liessen sich mit dem Tourismusbähnchen durch Ascona chauffieren. Auffallend waren die grossen Tierplastiken, welche in der ganzen Stadt verteilt waren. Der Markt schlussendlich lud zum Staunen, Schauen und je nachdem zum Shoppen ein. Am Abend kühlten wir uns im Schwimmbad des Hotels ab und erfüllt mit vielen Eindrücken genossen wir den Sommerabend.
Am Mittwoch teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe besuchte unter der Leitung von Margot Dähler die Madonna dal Sasso. Die andere Gruppe fuhr mit der Gondel auf den Cardada, den Hausberg von Locarno. Auf über 1300 m ü. M. war es angenehm, ein leichtes Lüftchen ging und wir waren froh, der Hitze entflohen zu sein. Wir genossen die Ruhe und den Weitblick hoch über dem Lago Maggiore. Nach einem kurzen und gemütlichen Spaziergang assen wir zu Mittag und machten uns dann auf den Weg zum Bahnhof, wo wir die andere Gruppe wieder trafen. Auch mit der Gepäckübergabe klappte es sehr gut. Pünktlich brachte uns Herr Zimmermann unsere Koffer und Reisetaschen. Im Zug durchs Centovalli liessen wir noch einmal die drei Tage im Tessin Revue passieren. Da wir in Domodossola nur eine knappe Viertelstunde – und wegen Verspätung nur noch zehn Minuten Zeit hatten – halfen wir einander mit dem Gepäck und marschierten zügig los. Doch was war da? Statt dem „Lötschberger“, stand der „Orientexpress“ mit Männern in historischen Uniformen am Perron. Wo war unser Zug? Ratlosigkeit herrschte, die Durchsage im Lautsprecher war so leise, dass sie nicht verstanden werden konnte. Unverhofft nahte Hilfe: ein junger Mann überquerte – verbotenerweise – die Gleise und fragte uns, ob wir auch nach Brig wollten: „Ja ja, wo müssen wir hin?“ Er zeigte aufs andere Perron und endlich kam ein Angestellter des Bahnhofs und wies auf die Unterführung hin: „a qui, qui si….“
Von Hilfe seinerseits keine Spur, also ein neuer Spurt die Treppe runter, durch die Unterführung und die nächste Treppe wieder hoch und dann nur noch bis zum Ende des Zuges. Der junge Mann und seine Begleiterin halfen uns, die Koffer in den Wagen hoch zu wuchten und erschöpft liessen wir uns in dem Backofenheissen Zugabteil nieder. Wir haben es tatsächlich geschafft! Etwas wehmütig verabschiedeten wir uns in Münsingen: Viel zu schnell waren die Tage im Tessin vergangen und wir freuen uns schon auf unser nächstes Zusammensein.

1. AUGUST—BRUNCH MIT ANDACHT
GEMEINSAM BEGEHEN WIR DEN NATIONALFEIERTAG
Schon zum fünften Mal feierten wir gemeinsam den Nationalfeiertag. Pfarrer Mark Lauper hielt eine kurze Andacht, begleitet von Caroline Marti am Klavier. Danach wurde ein reichhaltiger Brunch angerichtet. Dazu hat uns das Duo "Ericas Örgelifründe" mit Schweizer Volksmusik unterhalten. Ein Wermutstropfen war für mich, dass ich Etlichen, welche sich spät angemeldet hatten, absagen musste, da der Anlass auf so grosses Interesse gestossen ist. Ganz ein herzliches Danke richte ich an dieser Stelle an all die Freiwilligen, welche die Kirchgemeinde seit vielen Jahren treu unterstützen und helfen, auch einen so grossen Anlass mitzutragen.

MÄNNERAUSFLUG
Den Bericht finden Sie unter folgendem Link: Bericht zum Männerausflug 2019

Eve Jung, Sozialdiakonin,. 3. September 2019
Ferien(s)pass 2019
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Fotografin Eve Jung
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Bereitgestellt: 10.09.2019     Besuche: 119 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch